Die Schwierigkeit, den richtigen Bezug herzustellen

Immer häufiger begegnen uns Satzkonstruktionen wie die folgende: „Klementine ist eine der intelligentesten Mäuse, die bei uns gelebt hat.“

Wenn Sie über diesen Satz stolpern, beweisen Sie ein gutes Gefühl für Grammatik. Denn diese Formulierung passt grammatisch überhaupt nicht. Das Relativpronomen bezieht sich auf „Mäuse“, aber das Verb steht im Singular und nicht im Plural.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, was gemeint sein könnte.

Die erste und wahrscheinlichste ist die folgende: „Klementine ist eine der intelligentesten Mäuse, die bei uns gelebt haben.“ Es haben also mehrere Mäuse beim Autor des Satzes gelebt und Klementine gehört zu den intelligentesten unter ihnen.

Der Autor könnte aber auch gemeint haben: „Klementine ist eine der intelligentesten Mäuse und hat bei uns gelebt.“ In diesem Fall wäre Klementine eine der intelligentesten Mäuse überhaupt und der Autor kann sich rühmen, dass dieses intelligente Tierchen bei ihm gelebt hat.

Oder es war Folgendes gemeint: „Klementine, die bei uns gelebt hat, ist eine der intelligentesten Mäuse.“ Damit wird ausgedrückt, dass es sich bei der Mitbewohnerin Klementine um eine der intelligentesten Mäuse (überhaupt) handelt.

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